20 JAHRE MITTAGSBETREUUNG BERGKIRCHEN

Nach zwei Jahrzehnten ist die Mittagsbetreuung in Bergkirchen mehr als etabliert. Jetzt wurde das Jubiläum gefeiert. Dabei gab’s gute Nachrichten.

Bergkirchen– Was heute als selbstverständlich gilt – dass Kinder nach Schulschluss einen Betreuungsplatz finden –, war vor gut 20 Jahren in Bergkirchen noch kein Thema, bis Doris Schöneberger den ersten Schritt zur Gründung des gemeinnützigen Vereins „Mittagsbetreuung Bergkirchen“ tat. Nun hat die Mittagsbetreuung Bergkirchen ihren 20. Geburtstag gefeiert, bei dem die Kinder im Vordergrund standen.

So begann die Feier mit einem Besuch im Hoftheater Bergkirchen zur Aufführung „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ von Michael Ende. Die anwesenden rund 60 Buben und Mädchen und ihre Betreuerinnen hatten Riesenspaß, mitzuerleben, wie der böse Zauberer Irrwitzer mit Hilfe seiner durchtriebenen Tante Tyrannja Vamperl an Silvester den teuflischen Wunschpunsch braut, und die Tiere, der Rabe Jakob und Kater Marizio, mit Hilfe des kirchlichen Würdenträgers versuchen, den Plan zu verhindern.

Der nächste Höhepunkt war das Aufsteigen der roten Luftballons auf dem Schulhof. Renate Rzymbowski als Leiterin der Einrichtung, die mit ihrem Team die Grundschulkinder nach Unterrichtsschluss liebevoll betreut, freute sich über die große Anzahl der anwesenden Eltern und Großeltern, aber auch über den Besuch von Bürgermeister Simon Landmann. Sie bedankte sich bei ihm für die Unterstützung von Seiten der Gemeinde, wozu die kostenlose Bereitstellung der Räume im Schulhaus gehört.

Sie fragte aber auch nach, wie es zukünftig mit der Raumzuteilung aussehe. Bei der Mittagsbetreuung handelt es sich um einen eingetragenen Verein und somit nicht um eine kommunale Betreuungseinrichtung wie der Eulenhort, der ebenfalls seit 2004 Grundschüler aufnimmt. Landmann lobte den Eifer und das Engagement des Teams und ist froh, dass „ich mich hier das ganze Jahr über um nichts kümmern muss“. Für die angesprochene Raumfrage stellte er eine Lösung in Aussicht, ohne konkret zu werden. Es geht dabei um die Aufteilung der Räume nach der Schulerweiterung einschließlich der Mensa.

Die Mittagsbetreuung mit rund 60 Kindern ist räumlich sehr beengt, zumal die Nachfrage Jahr für Jahr gestiegen ist und die Betreuungszeiten erweitert wurden. Über die Anfänge berichtete Ehrenmitglied Doris Schönberger, die die Einrichtung ins Leben rief. Sie zog 1997 aus München nach Bergkirchen und brauchte einen Betreuungsplatz für ihr Kind. „Brauchen wir nicht“, sei zunächst die Antwort des amtierenden Bürgermeisters Hubert Huber im Hinblick auf die Schaffung einer entsprechenden Einrichtung gewesen, der dann aber schließlich einwilligte, einen Raum zur Verfügung zu stellen, aber mehr auch nicht.

Im Jahre 2001 wurde Marion Klooz zur Vereinsvorsitzenden gewählt. Dabei ist es geblieben. Ihr Bereich ist die Verwaltungsarbeit, und sie weiß die Arbeit des sechsköpfigen Teams sehr zu schätzen, und auch, dass „ohne Doris Schöneberger und Renate Rzymbowski nichts gegangen wäre“. Sie fügte hinzu: „Weil wir zusammenhalten, funktioniert es.“

Für ihren 20-jährigen Einsatz gab es einen Blumenstrauß für Renate Rzymbowski und Doris Schöneberger.

Quelle: Ingrid Koch, für Merkur.de